Film: “Hostel 2″
Habe mir gestern mit zwei Bekannten “Hostel II” angesehen. Es stand die Entscheidung zwischen “Oceans 13″ und eben “Hostel 2″ an, wir haben uns für den kürzeren Film entschieden da wir noch essen gehen wollten.
Es gab’ meinerseits recht hohe Erwartungen an den Film weil der erste Teil schon “sehr geil” gewesen sein soll, den ich allerdings nicht gesehen habe - wusste also auch lange nicht, worum es in dem Film geht (mal von der zusammengefassten Info “irgendwer bringt irgendwen aus Spaß-an-der-Freude um”).
ACHTUNG: eventuell SPOILER!
Ehrlich gesagt ist das Ganze eher ein dahinplätschern mit ein paar halb-spannenden Momenten gewesen. Man ertappt sich streckenweise dabei, daß man auf einen dieser “na, wird’s bald was geben?”-Momente wartet. Das war aber bei dieser “Scary Movie”-Serie auch so. Soviel dazu.
Und die Story selbst war an sich (leider?) schon SEHR früh zu erahnen wenngleich es zwischendurch eine Wendung gab’, die den ersten Gedanken einerseits ad absurdum führte und andererseits dann doch wieder völlig logisch war für so einen Film.
Natürlich gab es ein paar Szenen, die zwar mit der Handlung(?) nur bedingt zu tun aber mir gut gefallen haben:
- SPOILER! die Katze, die ziemlich am Beginn des Films am Hals-Stumpf eines von seinem Kopf befreiten Protagonisten herumleckt (sooo mies, daß der Film für mich schon so gut wie gestorben war)
- der Ausdruck “Spermakoma” (Sperma-Koma?) - wieder mein Vokabular nutzlos aufgestockt
- das Gespräch im Auto, ob man bzw. was krank ist (Gedankenprotokoll: “(…) nenn’ mir irgendein Land, wo es kein Gesetz gibt, egal ob Bangladesh oder New Orleans (…)”)
- SPOILER! die Geschichte im Lift mit den Hunden (DAS hab’ ich nicht erwartet - aber was hätte sonst passieren sollen?) oder
- SPOILER! das “sippel-sappel” mit der Schere (und Hund [*omg* DAS tat weh! Wir haben gelitten, Männchen und Weibchen gleichermaßen *hehe*]) und vor allem
- das Ende: schon recht brutal aber auf seine ganz eigene Art wirklich lustig… *sens-und-kick*… jedenfalls konnte dabei keiner von uns ein Grinsen bzw. Lachen auch nur annähernd unterdrücken!
Soviel zu Horror-Film und vielleicht ist es gerade DAS, was man als “Torture-Porn” bezeichnet? Das Wort habe ich soeben das erste Mal gehört, passt IMHO aber auch auch perfekt zu beispielsweise “Saw III” (und Vorgängern natürlich). Kann das Wort noch nicht so ganz einordnen. Da mir das Genre eigentlich nicht liegt bzw. bis vor Kurzem garnicht bekannt war bin ich mit diesbezüglichen Begriffen überhaupt nicht vertraut.
Mich berührts aber ehrlich gesagt mehr, wenn ich in einer dieser “Reality-Shows” sehe, wie ein Tier widerwillig irgendeine Impfung bekommt oder von mir aus eine Kuh kalbt (in dieser “Größenordnung” hab’ ich bisher nur Pferde “live” gesehen *würg&staun&sprachlos*).
Zum Film: Angeblich ist die deutsche Variante sehr stark geschnitten (es “fehlen” angeblich rund 15 Minuten zur “uncut”-Originalversion) was “die brutalen Szenen” angeht, das “Blutbad” (wortwörtlich zu verstehen) war aber trotzdem zu sehen, eine Szene bei der ich noch am ehesten erwartet hätte, daß sie herausgeschnitten wird.
Ob der Film durch (vermutlich) nicht-gesehene Szenen mehr an Reiz gewinnen würde wage ich zu bezweifeln.
Der Film-Schnitt ist jedenfalls so angelegt, daß man “nichts” sieht, man das also sozusagen “im Kopf” erlebt. SPOILER! Daß einer Darstellerin auf kurz oder lang mit der bereitgelegten Sichel der Hals aufgeschnitten wird ist in etwa so zu erwarten gewesen wie das Amen im Gebet. Spannung ade, man wartet förmlich darauf, daß das endlich passiert. “Grauslich” war dann der Cut danach.
Meine Meinung über Saw 3 müsste ich jetzt eigentlich anpassen. Der Film lag ebenfalls unter der vermittelten Erwartung aber ist um die sprichwörtlichen Hausecken spannender. Ehrlich gesagt war sogar “House of Wax” interessanter.
Der Vollständigkeit halber hier die Inhaltsangabe von Sony selbst:
“Willkommen zurück in Ihrem schlimmsten Albtraum! Die Fortsetzung des sensationell erfolgreichen Überraschungshorrorhits begibt sich auf die Spur von drei jungen Amerikanerinnen, die während des Sommersemesters in Rom Kunst studieren. Bei einem Wochenendausflug werden sie in das berüchtigte slowakische Hostel gelockt. Schon bald erfahren sie das düstere Geheimnis dieses Ortes und seiner internationalen Pendants äußerst schmerzhaft am eigenen Leib - und erleben die Hölle auf Erden.
Die Regie übernimmt wieder Eli Roth und als ausführender Produzent fungiert erneut kein Geringerer als Quentin Tarantino. Gänsehaut garantiert! In den Hauptrollen spielen Lauren German (The Texas Chainsaw Massacre), Heather Matarazzo (Plötzlich Prinzessin), Bijou Phillips (Almost Famous) und Roger Bart (The Producers).”
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